Wissenschaft (Politik und so)

Mittwoch, 2. Juli 2008

Ich und meine Zeugnisse (Edition: yes!, they are nuts)

Gut.
Ich habe studiert, und da muss man sich eintragen, also immatrikulieren.
Habe ich mich immatrikuliert, aber ein halbes Jahr zu spät, denn ich hatte eine ganze Reihe von Immatrikulationen, na und?
Solche für andere Studien, und ich wusste nicht, dass man das Dissertationsstudium der Philosophie für Politikwissenschaften inskribiert haben muss, und Zeugnisse dafür zu bekommen.
Ich habe also, völlig irrtümlicher Weise angenommen, dass Zeugnisse einfach Zeugnisse sind.
Also, ich habe jetzt meine Sachen eingereicht, ich habe meine Sachen hingebracht, und wurde informiert, dass Diss. Sem. für Polit. Wiss., nicht als ein Dissertationionsseminar für Politikwissenschaften angerechnet werden kann, wenn es nicht unter Phil. Stud. Polit., sondern unter einem anderen Titel steht. Also bin ich zu Mag. Pfefferle gegangen, der hat gesagt kein Problem er sagt es seiner Tippse einer administrativen Mitarbeiterin des Institutes, und die würde das einfach umschreiben lassen.
Nein, oh nein, er hat das nicht getan, da ihm zu dieser zeit nicht klar war, dass ich in dem halben Jahr nicht ein Dissertations- Studium der Politikwissenschaften absolviert habe, sondern etwas anderes. (Absurder Weise Rechtswissenschaften)
Ihm war das nicht klar, obwohl ich Ihm das alles erklärt habe.
Nein, nein, hat er gesagt, ist alles nicht nötig.
Und da dies mit den verschiedenen Studien nun einmal so ist, wie ich es Ihm gesagt habe, wie es ist, können die Zeugnisse nicht umgeschrieben werden, sondern müsse anerkannt werden. (In derselben Weise, wie die Zeugnisse ausländischer Universitäten anerkannt werden müssen.)
Damit ich einen Zettel haben auf dem steht:
Diese Zeugnisse sind zu jenen Zeugnissen, welche nicht unter diesem oder unter jenem Titel stehen hinzu zurechnen.
Tatsächlich --- auch, wenn sie dies überraschend finden --- sind Diss.(ertations) Sem.(iare in) Polit(ik).-Wiss.(enschaften) dem Dissertationsstudium Politikwissenschaft zuzurechnen.
Wenn nun einige nicht die richtige Vorstellung haben: Von Zeugnissen gibt es eine Liste, --- so called Sammelzeugnis --- auf der stehen die einzelnen Zeugnisse unter den einzelnen Studienrichtungen.
Wir gehen also jetzt (Di. 02.07.08) einen Zettel Schreiben, damit dieselbe Tippse Mitarbeiterin des Prüfungsreferats, auf den drei Zetteln, die mein Sammelzeugnis darstellen, versteht, dass die Zeugnisse unter Punkt eins auch für das Studium unter Punkt vier (auf der nächsten Seite !!!!) verwendet werden können.
Dieselbe Tippse Mitarbeiterin des Prüfungsreferats, mit der ich diese Zettel schon dreimal durchgegangen bin.
Muss das auch auf einem offiziellen Zettel lesen.
Den Mag. Pfefferle morgen unter meiner Aufsicht erstellen wird.
Da er sich alleine fürchtet er nicht weiß was er anrechnen soll; es wäre ja nicht so, dass wir bei meinem letzten Besuch die Zettel kopiert hätten, und dann auf diesem mit gelbem Markerstift angestrichen hätten, was anzurechnen sei.
Nein überhaupt nicht.
Und wenn das geschehen ist und mir die Tippse Mitarbeiterin des Prüfungsreferats auch glaubt, dass meine Zeugnisse meine Zeugnisse sind, dann werde ich zu meinem Rigorosum antreten können.
Und wenn nicht, waren zwei Jahre Diss.- Studium umsonst.

Dienstag, 24. Juni 2008

Brief & Verstehen (Edition: What the fuck?)

Es begab sich, dass mir itzo - also folgendes mitgeteilt wurde:

Ich darf ihnen mitteilen das Ihr Dissertationsthema:

"Die Entstehung der Verbote: Von der politischen Erzeugung übler
Drogen,böser Menschen und gesetzlicher Verbote.

durch die Betreuung von Prof.Dvorak Johann

von der Studienprogrammleitung Prof.Dvorak Johann
bewilligt wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Petra Fritsch


Erstens ist der Hr. ein Univ.-Doz. und kein Prof.,
zweites hat die Studienprogrammleitung (Dvorak) der Betreuung (Dvorak) genehmigt, was Sie (i.e.: Dvorak) seit bereits zwei Jahren macht?
Drittens ist die Diss. schon beendet, wieso das Thema bewilligen?
Viertens bitte ich die dies Lesenden dringend mir zu sagen, was ich hier zurückschreiben soll?

Sonntag, 8. Juni 2008

Buch & Vorstellung (edition: Schindels wird berühmt)

EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION

am Dienstag, 10. Juni 2008, 18.30

AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN
CAFETERIA
Schillerplatz 3, 1010 Wien

...
Thomas Schindl: Räume des Medialen
Zum spatial turn in Kulturwissenschaften und Medientheorien
Verlag Werner Hülsbusch (vwh), Boizenburg 2008


EINLEITUNG: FRANK HARTMANN


Er wird eingeleitet!!
Er wird
... eingeleited!
Ich bin ja so einversüchtig!!!

Räume des Medialen. Zum spatial turn in Kulturwissenschaften und Medientheorien von Thomas Schindl

Ob nun als spatial turn, topographical turn oder topological turn — seit einiger Zeit wird Raum wieder vermehrt zu einem zentralen Thema von Kulturwissenschaften gemacht. Einen besonderen Stellenwert nehmen diesbezüglich die Auseinandersetzungen mit unterschiedlich ausgeprägten Formen von Räumlichkeit im medientheoretischen Diskurs ein.
Für die Medienwissenschaften stellt Raum eine grundlegende medienästhetische Kategorie dar, deren Brisanz gerade aus dem Versuch entsteht, die individuelle Erfahrbarkeit von Wirklichkeit am kollektiven Umgang mit Wissen und Information dingfest zu machen.
Dabei erscheint die Ausgangslage zunächst keinesfalls eindeutig: Seit jeher besteht eine wesentliche Funktion von Medien und Kommunikation darin, Raum zu überwinden, während sie zugleich stets neue Räume technischer Vermittlung, sozialer Interaktion und kultureller Praxis entstehen lassen (z. B. im Cyberspace, aber auch in Gestalt ökonomischer und kultureller Globalisierung).

Die vorliegende Arbeit versucht wesentliche medientheoretische Positionen zu rekonstruieren, die in der gegenwärtigen Debatte zum Tragen kommen. Raum wird dabei nicht nur als ein ästhetischer Begriff im Schnittfeld von Kultur und Technik angesiedelt, sondern auch im Hinblick auf Geografie, Ökonomie und Politik entworfen.
Daran zeigen sich nicht nur die ernstzunehmenden gesellschaftlichen Implikationen, die mit dem Thema heute verknüpft sind. Darüber hinaus kann auch deutlich gemacht werden, welche methodologische Bedeutung dem Raum als einem grundlegenden Aspekt medienwissenschaftlicher Forschung zukommt.
Als eine fundamentale Kategorie menschlicher Selbst- und Welterfahrung, kultureller Praxis und sozialer Strukturierung scheint Raum damit auf genuin neue Weise zur Disposition medienwissenschaftlicher Reflexion gestellt.


Ich verstehe zwar immer noch nicht wovon er redet, aber es hört sich wirklich faszinierend an!

Thomas Schindl: Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft in Wien und Paris.


noch einmal:
und Paris!!!!!!!!!!!

Sonntag, 1. Juni 2008

Tja ... (Edition ich bin konfusioniert, aber auf eine nette Weise ...)

Es geht weiter; Ich habe der Untenstehenden und um Veröffentlichung bittenden "it's kind of dero Gnaden" meine Konfusionierung mitgeteilt; Die Antwort die ich bekommen habe gibt neue Einsichten in
Haikuhafte Effizienz in Wortnutzung:

Danke.
>
> PS.: Woher wissen sie, dass ich Rad fahre? Ok. Woher wissen sie, dass
> ich ein Weblog habe?
Tja..
.

That´s some zen shit!!!
(woo -a)

Freitag, 30. Mai 2008

Völlige Fassungslosigkeit (mit Video)

Ok. Die Fr. Dr. Ramharter (it´s kind of dero gnaden) hat mich angeschrieben, und mir ein you tube link zugeschickt.
Sie wisse im Übrigen, dass ich ein Radfahrer sei. (Woher weiss sie das?)
Sie wisse, dass ich ein Blog habe! (Woher weiss sie das???)

Ob ich es nicht veröffentlichen wolle:

Na, wenn sie meint.

Donnerstag, 15. Mai 2008

breakdown in communications

So. Ich halte am Sonntag einen Vortrag über Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Habe das der Frau Organisatorinn zugesannt.
Folgende Mail zurückbekommen:

Lieber Herr ...! (ich heiße nicht parmenides für non - blogger)

Aber Sie wissen schon, dass Sie Englisch reden müssen? Ihr Vortragstitel
ist ja auch Englisch...


Ahhhhhhhh.....

Werde mich morgen übersetzen.

Stellt Euch mich mit einem Lächeln auf dem Gesicht vor.

Sonntag, 9. März 2008

Sex & Putzen

Wirklich süß:
Der Standart berichtet:

Für Hausarbeit mit Sex belohnt
Im Haushalt helfende Männer haben ein besseres Sexualleben, das sagt eine US-Studie – Der Grund: Frauen sind glücklicher
Washington – Ganz nach dem Belohnungsprinzip haben im Haushalt helfende Männer einer US-Studie zufolge ein besseres Sexualleben. Die Forscher konnten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anteil an der Hausarbeit und beispielsweise der Häufigkeit von Sex nachweisen.
Je mehr die Männer Hausarbeiten übernehmen, desto glücklicher sind die Frauen, sagte der Co-Autor der Studie, Soziologe Scott Coltran. Dies schlage sich dann auch beim Sex nieder.
"Die Frauen sagen uns, sie fühlten sich sexuell mehr von ihren Männern angezogen, wenn diese sich an der Hausarbeit beteiligen", erklärte der Psychologe Joshua Coleman zu der auf der Internetseite des Rates für moderne Familien veröffentlichten Studie. Eine rege Beteiligung des Mannes an den Haushaltspflichten lasse auch klar die eheliche Zufriedenheit steigen.


Ist das nicht nett; früher mussten p.t. Damen noch mit Diamanten und großen Autos bestochen werden; heute ...
Aber auf der anderen Seite, wie ist das mit den Männern?
Ich meine warum haben die mehr Sex? Die Studie sagt ja nur, dass Frauen von ihren Männern post Bügeln/putzen/ect. gefickt werden wollen, aber warum wollen die Männer?
Hat irgend jemand eine Erklährung?

Samstag, 1. März 2008

sexuelle Gesundheit (Edition: die fröhliche Wissenschaft)

Sozialforschung in Wien:

Research in the area of health and gender shows that women and men are different in their ... behaviour. They differ in ... their relationship to their bodies.
...
The aims of the project are to:
* Enhance the understanding of adolescent boys needs in the area of sexual reproductive health,

Ich will auch...
understand my needs...
please
(please, please me o yea...)

Freitag, 29. Februar 2008

die räumliche darstellung von information

das Schyndels schon dabei ist ...

Schindels online (Edition progress in the world)

Mehr Aufmerksamkeit für die Kategorie des "Raums"
Der "Spatial Turn" wurde in jüngster Zeit zu einem neuen Schlagwort in den Kulturwissenschaften. Vereinfachend gesagt, soll der "Raum" als analytische Kategorie mehr Aufmerksamkeit bekommen. Wie stehen globalisierte Räume in Beziehung zu digitalisierten Medien? Welche Räume müssen aufgebaut werden, damit Kommunikation funktioniert? Der Medienwissenschaftler Thomas Schindl ging in einem Buch dem "Spatial Turn" auf den Grund.

Die Frage nach dem Raum

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von Thomas Schindl

Seit geraumer Zeit ist in den Human- und Kulturwissenschaften ein neues Interesse für die Frage nach der grundlegenden Räumlichkeit menschlicher Existenz und gesellschaftlichen Zusammenlebens entstanden. In mehreren Anläufen erfolgten hier Versuche, den Raumbegriff wieder verstärkt im wissenschaftlichen Instrumentarium zu verankern.

Unterschiedliche Richtungen


Bislang gehen diese Versuche allerdings in ganz verschiedene Richtungen: Zivilisationen, Kulturen und Gesellschaften haben nicht nur eine Geschichte, sondern auch ihre eigene Geographie, die es nachzuzeichnen gilt. Außerdem werden Landkarten, Bilder und Architektur als kulturelle Formen der Repräsentation von Räumlichkeit vermehrt selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Und unter dem Begriff der "Topologie" entsteht gerade ein neuer Ansatz philosophischer Grundlagenforschung, der die Bedeutung von Orten und räumlichen Relationen bei der Beschreibung von Information, Kognition und Existenz berücksichtig.

Zeit wichtiger als Raum


Trotz aller Unterschiede lassen sich diese Aspekte auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Aus verschiedenen Gründen ist der Konstruktion von Zeit und Geschichte regelmäßig mehr Interesse und Verständnis von Seiten der Humanwissenschaften entgegen gebracht worden als derjenigen von Raum und Geographie.

Diese Ungleichheit auszubügeln, ist das eigentliche Anliegen dessen, was - in Anlehnung an den "linguistic turn" und den "cultural turn" - gegenwärtig als "spatial turn" bezeichnet wird.

Räume der Kommunikation


Der Beitrag, den Medientheorien hier leisten können, besteht nun gerade darin, die Räumlichkeit von Kommunikation und Medialität selbst ins Gedächtnis zu rufen. Es ist allerdings nicht der reale oder idealisierte "Ort der Medien", der hier zur Diskussion steht.

Gemeint ist damit weder die gesellschaftliche "Mitte" von Diskurs und Konsens (lat. Medium: Mitte, Öffentlichkeit), noch die unbeantwortbare Frage danach, wo Kommunikation im Sinn von Verständigung eigentlich stattfindet.

Frage nach dem Wo-durch


Raum ist hier vielmehr als Umkehrung von Innerlichkeit und Örtlichkeit zu verstehen, als grundsätzliche Ent-Äußerung und De-Zentrierung durch Medien und Kommunikation. Die Fragen die sich aufdrängen, zielen eher auf ein Wo-durch als auf ein Wo: Welche Räume müssen überbrückt und welche neuen Räume gebaut werden, um Kommunikation funktionieren zu lassen (z. B. zwischen einer Diskussion im Fernsehstudio und meinem Wohnzimmer)?

In welchem Verhältnis stehen Transport und Kommunikation (z. B. im Fall der Post, der morgendlichen Zeitung oder des permanenten Datenverkehrs im WWW)? Und welche Verbindungen zwischen heterogenen Elementen müssen dabei gezogen, welche Übersetzungen und Transformationen durchlaufen werden (z. B. zwischen einem gesprochenen Laut, seiner schriftlichen Darstellung und deren digitaler Reproduktion)?

Räume ermöglichen breiteres Verständnis


Was dadurch zum Ausdruck kommt ist, dass sich die Bedeutung von Medien und Kommunikation gar nicht erschließen lässt, ohne die Räume zu berücksichtigen, die sie eröffnen: Soziale Institutionen (z. B. der ORF), technische Infrastrukturen (z. B. Glasfaserkabel und Satellitenverbindungen), materielle Datenträger (z. B. Siliziumchips und digitale Datenströme), medienästhetische Interfaces (z. B. Computerbildschirme oder Websites) und Zeichencodes (z. B. html, Texte und Bilder).

Alle diese unterschiedlichen Komponenten, aus denen sich Medien zusammensetzen, benötigen nicht nur genügend Platz, sondern schaffen auch ihren jeweils eigenen Raum.
...
Cyberspace und Globalisierung
Nicht zuletzt am Beispiel der Medien digitaler Vernetzung zeichnet sich immer deutlicher ab, warum das Interesse an Raum und Räumlichkeit zunehmend an Relevanz gewinnt. Es sind gerade die Erklärungszusammenhänge von Globalisierung und Digitalisierung, die sich hier treffen. Für diese beiden Sachgebiete ergibt sich im Hinblick auf den Raum ein gemeinsamer Referenzpunkt. Und erst die ökonomischen, technischen und sozialen Dynamiken, die sich darin ausdrücken, verleihen dem Raum seine wachsende Bedeutung.
...

Virtualisierung von Kapitalflüssen


Nirgendwo sonst zeigt sich das augenblicklich deutlicher als im Einfluss digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Entwicklung von globalen Märkten und Wirtschaftsräumen. Was zuletzt als "Schwarzer Montag" die Börsen von Frankfurt bis Tokio zum Absturz brachte, ist auch als Effekt zunehmender Beschleunigung und Virtualisierung von Kapitalflüssen durch immer umfassendere räumliche Vernetzung zu verstehen.

Und wenn nun ganze Volkswirtschaften vor den Auswirkungen der Wirtschaftskrise in den USA zittern, wird deutlich wie stark der Zusammenhang zwischen den Finanzspekulationen im Cyberspace und der realen Wirtschaftsgeographie tatsächlich ist (dass diese Krise ausgerechnet vom Immobiliengeschäft ausgeht, ist dabei nur ein ironisches Detail am Rande).

Auseinandersetzung mit materiellen Verhältnissen


Zugleich entsteht hier auch die Chance, langwierige Kontroversen wie diejenigen über die Informationsgesellschaft oder die "Sozialutopie Internet" auf den Boden konkreter, materieller Sachverhalte zurück zu bringen.

Teilweise hat das gegenwärtige kulturwissenschaftliche Interesse am Raum sicherlich damit zu tun, einer wachsenden Dringlichkeit zur Auseinandersetzung mit grundlegenden materiellen Verhältnissen und Tatsachen nachzukommen: Ökologische Katastrophen, kriegerische Konflikte, Wirtschaftskrisen und die Auswirkungen rasanter technologischer Entwicklung auf Gesellschaft und Individuen.

Geographischer Materialismus


Anhand dieser unterschiedlichen Beispiele lässt sich nicht nur beobachten, wie unentwegt Verbindungen hergestellt oder gekappt werden, alte Räume zerfallen und neue Räume entstehen.

Auf die eine oder andere Weise kommt dadurch auch ein geographischer Materialismus wieder ins Spiel, dem es gelingt selbst gegenüber der scheinbar immateriellen, virtuellen und globalen Welt der digitalen Medien die Bedeutung des Materiellen, des Konkreten und Lokalen wieder zu betonen.

Heterogene Elemente verbinden


Womöglich besteht der Reiz, den der Raumbegriff augenblicklich für medientheoretische Ansätze hat, gerade darin, heterogene und scheinbar unvereinbare Elemente zusammen zu bringen (physischer Transport und mediale Vermittlung, technische Strukturen und kulturelle Praktiken, materieller Träger und semiotischer Code).

Und das, ohne die bestehenden Differenzen zu leugnen, sondern sie in metatheoretischem Gestus zur eigentlichen Form der Veranschaulichung zu machen. Demnach wäre Raum tatsächlich mehr als nur eine modische Erscheinung im theoretischen Diskurs, sondern ein fächerübergreifendes Modell, das sich durchaus als ausbau- und anschlussfähig erweisen könnte.

[28.2.08]
...
Über den Autor
Thomas Schindl studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft in Wien und Paris. Ende 2007 erschien sein Buch "Räume des Medialen. Zum spatial turn in Kulturwissenschaften und Medientheorien".
-> Zum Buch
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